Unkraut im Garten: Was dort wächst und wie du es bekämpfst
Unkraut hat man immer genug im Garten ... geht es dir auch so? Und du solltest es unbedingt bekämpfen, weil sie dem Boden wichtige Nährstoffe und Wasser entziehen. Manche Unkräuter sind auch ein gefundenes Fressen für Schädlinge. In der Bildergalerie zeige ich dir, welche Unkräuter in deinem Garten wachsen können und wie man sie loswird.
Disteln
Disteln wachsen im Rasen und bilden lange, starke Wurzeln. Hast du dieses Unkraut erstmal im Garten, wird es schwer, dieses wieder loszuwerden. Im Grunde bleiben dir chemische Unkrautvernichter oder Jäten. Ein bestimmtes Mittel im Gießwasser gegen Disteln im Rasen erspart dir auf jeden Fall stundenlange Gartenarbeit.
Ackerwinde
Die Ackerwinde ist ein Wurzelunkraut, das deinen Pflanzen im Garten die Nährstoffe klaut. Und nicht nur das: Dieses Unkraut bildet im schlimmsten Fall bis zu zwei Meter lange Triebe aus, die über den Boden wachsen oder an anderen Pflanzen ranken. Das zähe Wurzelwerk macht die Bekämpfung nicht einfacher. Regelmäßiges Hacken und das Ausgraben von Wurzelteilen kann helfen, aber die beste Lösung gegen die Ackerwinde nutzt du tatsächlich einfach jeden Tag im Garten.
Vogelmiere
Vogelmiere sieht eigentlich ganz hübsch aus, aber Hobbygärtner*innen wissen schon längst, was da bei ihnen im Garten wächst: Unkraut! Und dieses lässt sich natürlich nicht einfach bekämpfen. Es wächst in Parks, Gärten, auf Ackerflächen oder am Wegesrand – eigentlich überall, da es sehr anpassungsfähig ist. Vogelmiere kann bis zu 40 cm hochwachsen und bildet meist einen Teppich. Um diesen loszuwerden, kannst du ein einfaches Abfallprodukt einsetzen.
Sauerklee
Findest du in deinem Garten Tag für Tag immer mehr Sauerklee? Das ist kein Wunder, denn das Unkraut kann sich selbst vermehren oder bekommt tierische Unterstützung dabei. Selbst lange Trockenperioden können dem Unkraut nichts anhaben. Nur an schattigen Standorten wächst es nicht. Du willst Sauerklee endlich loswerden? Dann hilft eine dieser fünf effektiven Methoden bestimmt.
Berufkraut
Gänseblümchen oder Unkraut? Bei dem Berufkraut scheiden sich die Geister. Eins steht aber fest, dieses Unkraut kann sich rasant vermehren. Dadurch werden einheimische Pflanzen verdrängt und das ökologische Gleichgewicht wird gestört. Kurzum: Expert*innen warnen davor, diese Pflanze im Garten wachsen zu lassen. Mit einer bestimmten Gartenarbeit kannst du das Berufkraut bekämpfen.
Giersch
Giersch ist auch ein Unkraut, das dich lange begleiten kann – so hartnäckig ist es. Die Staude kann bis zu einem Meter hochwachsen und ist mit den kleinen weißen Blüten in großen Dolden auf den ersten Blick sogar recht hübsch. Das wird jedoch schnell zu einem ausgewachsenen Problem: Giersch wuchert rasant und verdrängt andere Pflanzen im Garten. Was du brauchst, sind andere Pflanzen, die den Giersch verdrängen.
Quecke
Quecke – ein Wildkraut – ist wegen seiner langen Wurzeln nur schwer aus dem Garten wegzukriegen. Im Garten ist das Unkraut leider nutzlos, aber sonst kann Quecke als Tee verabreicht werden, um Nierenschmerzen und Blasenentzündungen zu heilen. Im Garten schadet es der heimischen Grünfläche und erstickt bei der Ausweitung seines Territoriums Wildblumen und Rasen. Der geniale Kartoffel-Trick packt das Unkraut aber effektiv an der Wurzel.
Löwenzahn
Unkraut aus dem Rasen entfernen ist eine der zeitaufwendigsten Gartenarbeiten, die es gibt. Vor allem Löwenzahn hält sich hartnäckig, denn der Wind verteilt die Samen ausgiebig über die gesamte Rasenfläche (bis zu 5 km weit). Noch dazu verdrängt das Unkraut schwächere Pflanzen. Doch ein bestimmtes Haustier ist bei der Bekämpfung ein echter Segen.
Klee
Klee ist besonders schlimm für deinen Rasen. Das Unkraut verbreitet sich über seine Wurzeln und ist trockenresistent. Im Hochsommer bei wenig Regen verdrängt er dann dein Grün. Meist liegt es am Rasen selbst, wenn sich plötzlich Klee ausbreitet. Ein Grund kann sein, dass der Rasen an den Graswurzeln an Nährstoffmangel leidet (z. B. Stickstoff- oder Wassermangel). Das kann solche starken Auswirkungen haben, dass sich der Klee im Rasen durchsetzt. Hier kann ein geniales Hausmittel helfen.
Franzosenkraut
Auch hübsch, aber schädlich, ist das Franzosenkraut. Bei diesem Unkraut hast du sogar noch Glück. Anders als bei der Ackerwinde ist die Bekämpfung sehr einfach. Franzosenkraut wächst an Straßen und Feldrändern, auf Äckern und zwischen unseren Pflanzen im Garten, denen es wichtige Nährstoffe klaut. Das einzige, was das Unkraut wirklich nicht mag, ist Frost. Bis dahin kannst du es mit einer anderen Methode probieren. Alles, was du brauchst, ist eine schwarze Folie.
Spitzwegerich
Spitzwegerich im Garten ist kein gutes Zeichen. Hat sich das Unkraut erst einmal ausgebreitet, nimmt deine Wiese großen Schaden von ungleichmäßigem Grün bis hin zu Löchern oder kahlen Stellen im Rasen. Tief verwurzelt und ausdauernd begleitet er dich also eine ganze Weile im Garten, wenn du nichts gegen ihn unternimmst. Keine Sorge, eine einfache Gartenarbeit hilft.
Ackerschachtelhalm
Ackerschachtelhalm ist als Heilmittel und Unkraut gleichermaßen bekannt. Vor allem im Garten ist die Pflanze eher unerwünscht und Hobbygärtner*innen machen dem Unkraut am liebsten den Garaus, damit Stauden, Bodendecker und weitere Pflanzen getrost wachsen können. Denn hat die invasive Pflanze erstmal ihre Wurzel im Boden, verbreitet sich die Art schnell und flächendeckend. Mit einem Hausmittel kannst du das Unkraut bekämpfen.
Jakobskreuzkraut
Jakobskreuzkraut wird oft mit Rucola verwechselt. Doch da musst du aufpassen, denn Jakobskreuzkraut (Jacobaea vulgaris) ist eine giftige Pflanze mit zweijähriger Lebensdauer. Das Unkraut wächst viel mehr auf freien Flächen, zum Beispiel auf Wiesen oder Weideflächen, aber auch am Straßenrand oder an Bahndämmen – weniger im Garten. Entdeckst du es dort trotzdem, liegt das daran, dass der Wind die Samen dort hingetragen hat.
Linda Pötzsch ist Werkstudentin in der Redaktion der BILD der FRAU und studiert Germanistik in Potsdam. Am liebsten schreibt sie über Gartenthemen und verbringt auch in ihrer Freizeit viel Zeit auf dem Balkon, auf dem sie alles Mögliche für ihre Meerschweinchen anpflanzt.