Gartenarbeit im Frühjahr

Diese 3 Stauden musst du im April schneiden – sonst war’s das mit der Blüte

Ein bunt gemusterter Schmetterling sitzt auf einer lila Sonnenhutblüte inmitten eines farbenfrohen Sommerblumenbeets.
© Shutterstock/Media Marketing
Worauf du achten musst, wenn du deine Stauden schneidest.

Du willst deine Stauden schneiden? Dann lies hier, wann der richtige Zeitpunkt ist und was du bei der Gartenarbeit beachten musst. Wer's richtig macht, wird mit üppiger Blüte belohnt.

Ich geb's zu – in meinem Garten wuchert es. Es begann ganz wild-romantisch und ist dann in einem Chaos ausgeartet. Warum? Ich habe meine Stauden einfach wachsen lassen. Jetzt darf ich mir verblühte Halme und verdorrte Stängel ansehen. 

Damit dir das nicht auch passiert, verrate ich dir hier, wie du deine Stauden richtig schneidest und welche Sorten es bitter nötig haben, um überhaupt im Sommer zu blühen. 

Achtung: Diese Stauden sind schön, aber giftig

Stauden schneiden: Wann ist der beste Zeitpunkt?

Diese Frage stelle ich mir, egal ob ich meinen Apfelbaum schneiden will oder meine Stauden. Mal bin ich zu früh dran, dann wieder zu spät. Soll heißen, den einen bestimmten Zeitpunkt für den Rückschnitt gibt es nicht.

Was mir aber geholfen hat, ist eine einfache Faustregel: Frühe Blüte – später Schnitt und späte Blüte – früher Schnitt.

Früh blühende Stauden wie Storchschnabel solltest du deshalb lieber im Herbst schneiden und im Sommer und Herbst blühende Stauden kannst du schon im Frühjahr kürzen.

Welche Stauden sollte man im Herbst nicht schneiden?

Ganz klar, alle Sommer- und Herbstblüher sowie Stauden, die einfach optisch in der kalten Jahreszeit noch was hermachen und ökologisch wichtig sind. Merke dir: Was Tiere nährt, bleibt bis zum Frühling unversehrt. Lasse diese Stauden also ruhig stehen – ihre Samen sind wichtig für Vögel:

  • Sonnenhut (Echinacea)
  • Kugeldistel (Echinops)
  • Königskerze (Verbascum)

Stauden schneiden: Schritt für Schritt

Das brauchst du:

  • scharfe Gartenschere oder Staudensichel
  • bei Bedarf: Desinfektionsmittel für deine Gartenwerkzeuge

💡 Wichtig: Desinfiziere dein Gartenwerkzeug, wenn du kranke Stauden geschnitten hast. Die Erreger sollten sich nicht auf andere Pflanzen übertragen.

✂️ Und so geht's:

Der klassische Rückschnitt ist schnell gemacht: Einfach die Stauden auf 10 cm über dem Boden zurückschneiden

Bitte achte darauf, keine neuen Triebe abzuschneiden. Das gilt vor allem für den Rückschnitt im Frühjahr. Wenn du zu viel wegnimmst, riskierst du eine spärliche Blüte im Sommer.

🔍 Noch ein Tipp von mir: Nicht alle Stauden sind gleich. Sie haben mitunter ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Informiere dich deshalb am besten vor dem Rückschnitt über die jeweilige Staude. Was sie verträgt und was nicht, solltest du als Hobbygärtner*in wissen.

Zwei Hände mit Gartenschere schneiden im Herbst eine verblühte, braune Hortensienblüte über gelb verfärbtem Laub. | © Shutterstock/Tequiero
Foto: Shutterstock/Tequiero
Nicht vergessen: Nach dem Rückschnitt gut angießen – so unterstützt du den Neuaustrieb.

3 Stauden, die du unbedingt im Frühjahr schneiden solltest

Im Frühjahr hast du jetzt noch genügend Zeit, um deine im Sommer und Herbst blühenden Stauden zurückzuschneiden. Wartest du zu lang, fällt die Blüte sehr klein oder ganz aus. Diese drei Stauden brauchen ganz unbedingt einen Rückschnitt, um überhaupt in Gang zu kommen – sonst blühen sie kaum.

1. Bartblume

Ganz wichtig ist der Rückschnitt deiner Bartblume (Caryopteris) im März oder April. Kürze die Staude am besten auf ein Drittel ihrer Größe. Das wird sich lohnen: Caryopteris wird kompakter austreiben und im Herbst richtig schön blühen. Vergisst du sie aber zu schneiden, fällt die Blüte sehr schwach aus.

Mehrere aufrecht wachsende Bartblumen mit lila Blüten und violettgrünen Stängeln blühen in der Sommersonne. | © Shutterstock/tamu1500
Foto: Shutterstock/tamu1500
Schneide deine Bartblume erst, wenn stärkere Fröste vorbei sind.

2. Bleiwurz

Ein Rückschnitt im Frühjahr hat zur Folge, dass Bleiwurz (Plumbago) buschig, dicht und leuchtend blau austreibt. Großartig oder, das ergänzt jedes Staudenbeet wunderbar. Hier darfst du bei der Gartenarbeit auch gerne mutig sein. Je stärker du die Staude zurückschneidest, desto üppiger treibt sie wieder aus. 

Üppig blühende Bleiwurz mit zahllosen zartblauen Blüten über dichtem, frischgrünem Laub an einem sonnigen Standort. | © Shutterstock/Danil Bukharov
Foto: Shutterstock/Danil Bukharov
Beachte, dass stark verholzter Bleiwurz weniger geschnitten werden sollte.

3. Indianernessel

Deine Indianernessel (Monarda) darfst du ebenfalls sehr gern im Frühjahr schneiden, damit sie im Spätsommer umso kräftiger blüht. Wenn du sie dann auch noch an einem sonnigen Standort einpflanzt, steht deinem blühenden Staudenbeet nichts mehr im Weg. Bleibt der Rückschnitt jedoch aus, kann die Staude verkahlen und blüht nur sehr wenig.

Leuchtend rote Blüten der Indianernessel mit fransigen Blütenblättern stehen dicht über kräftigem grünen Laub. | © Shutterstock/Karel Bock
Foto: Shutterstock/Karel Bock
Durch den Rückschnitt wird deine Indianernessel auch weniger anfällig für Mehltau.

Weitere Pflegetipps und Stauden-Themen habe ich hier für dich:

Außerdem findest du in unserer Bildergalerie winterharte Stauden von A bis Z:

Quellen:
pflanzen-koelle.de, lubera.com, compo.de
Zählbild
Mehr zum Thema
Inhalte durchsuchen: