Diese 3 Stauden musst du im April schneiden – sonst war’s das mit der Blüte

Du willst deine Stauden schneiden? Dann lies hier, wann der richtige Zeitpunkt ist und was du bei der Gartenarbeit beachten musst. Wer's richtig macht, wird mit üppiger Blüte belohnt.
Ich geb's zu – in meinem Garten wuchert es. Es begann ganz wild-romantisch und ist dann in einem Chaos ausgeartet. Warum? Ich habe meine Stauden einfach wachsen lassen. Jetzt darf ich mir verblühte Halme und verdorrte Stängel ansehen.
Damit dir das nicht auch passiert, verrate ich dir hier, wie du deine Stauden richtig schneidest und welche Sorten es bitter nötig haben, um überhaupt im Sommer zu blühen.
Stauden schneiden: Wann ist der beste Zeitpunkt?
Diese Frage stelle ich mir, egal ob ich meinen Apfelbaum schneiden will oder meine Stauden. Mal bin ich zu früh dran, dann wieder zu spät. Soll heißen, den einen bestimmten Zeitpunkt für den Rückschnitt gibt es nicht.
Was mir aber geholfen hat, ist eine einfache Faustregel: Frühe Blüte – später Schnitt und späte Blüte – früher Schnitt.
Früh blühende Stauden wie Storchschnabel solltest du deshalb lieber im Herbst schneiden und im Sommer und Herbst blühende Stauden kannst du schon im Frühjahr kürzen.
Welche Stauden sollte man im Herbst nicht schneiden?
Ganz klar, alle Sommer- und Herbstblüher sowie Stauden, die einfach optisch in der kalten Jahreszeit noch was hermachen und ökologisch wichtig sind. Merke dir: Was Tiere nährt, bleibt bis zum Frühling unversehrt. Lasse diese Stauden also ruhig stehen – ihre Samen sind wichtig für Vögel:
- Sonnenhut (Echinacea)
- Kugeldistel (Echinops)
- Königskerze (Verbascum)
Stauden schneiden: Schritt für Schritt
Das brauchst du:
- scharfe Gartenschere oder Staudensichel
- bei Bedarf: Desinfektionsmittel für deine Gartenwerkzeuge
💡 Wichtig: Desinfiziere dein Gartenwerkzeug, wenn du kranke Stauden geschnitten hast. Die Erreger sollten sich nicht auf andere Pflanzen übertragen.
✂️ Und so geht's:
Der klassische Rückschnitt ist schnell gemacht: Einfach die Stauden auf 10 cm über dem Boden zurückschneiden.
Bitte achte darauf, keine neuen Triebe abzuschneiden. Das gilt vor allem für den Rückschnitt im Frühjahr. Wenn du zu viel wegnimmst, riskierst du eine spärliche Blüte im Sommer.
🔍 Noch ein Tipp von mir: Nicht alle Stauden sind gleich. Sie haben mitunter ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Informiere dich deshalb am besten vor dem Rückschnitt über die jeweilige Staude. Was sie verträgt und was nicht, solltest du als Hobbygärtner*in wissen.

3 Stauden, die du unbedingt im Frühjahr schneiden solltest
Im Frühjahr hast du jetzt noch genügend Zeit, um deine im Sommer und Herbst blühenden Stauden zurückzuschneiden. Wartest du zu lang, fällt die Blüte sehr klein oder ganz aus. Diese drei Stauden brauchen ganz unbedingt einen Rückschnitt, um überhaupt in Gang zu kommen – sonst blühen sie kaum.
1. Bartblume
Ganz wichtig ist der Rückschnitt deiner Bartblume (Caryopteris) im März oder April. Kürze die Staude am besten auf ein Drittel ihrer Größe. Das wird sich lohnen: Caryopteris wird kompakter austreiben und im Herbst richtig schön blühen. Vergisst du sie aber zu schneiden, fällt die Blüte sehr schwach aus.

2. Bleiwurz
Ein Rückschnitt im Frühjahr hat zur Folge, dass Bleiwurz (Plumbago) buschig, dicht und leuchtend blau austreibt. Großartig oder, das ergänzt jedes Staudenbeet wunderbar. Hier darfst du bei der Gartenarbeit auch gerne mutig sein. Je stärker du die Staude zurückschneidest, desto üppiger treibt sie wieder aus.

3. Indianernessel
Deine Indianernessel (Monarda) darfst du ebenfalls sehr gern im Frühjahr schneiden, damit sie im Spätsommer umso kräftiger blüht. Wenn du sie dann auch noch an einem sonnigen Standort einpflanzt, steht deinem blühenden Staudenbeet nichts mehr im Weg. Bleibt der Rückschnitt jedoch aus, kann die Staude verkahlen und blüht nur sehr wenig.

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