Gespinstmotte, Apfelwickler & Co: DAS hilft wirklich gegen Apfelbaum-Schädlinge

Frostspanner, rote Obstbaumspinnmilbe oder Apfelblütenstecher: Diese Schädlinge haben es ganz besonders auf deinen geliebten Apfelbaum abgesehen. Mit unseren Tricks wirst du sie schnell wieder los!
Der Apfelbaum gehört zu den beliebtesten Obstbäumen in unseren deutschen Gärten. Doch nicht nur wir Menschen können von den süßen Früchten nicht genug bekommen: Auch Schädlinge vergreifen sich gerne an dem Kernobst. Mit diesen Tipps wirst du sie schnell wieder los!
Apfelbäume: Hüte dich vor diesen fünf Schädlingen
Bei allen Schädlingen gilt: Je früher sie erkannt werden, umso besser stehen die Chancen auf eine erfolgreiche Bekämpfung. Deshalb solltest du deine Bäume regelmäßig kontrollieren und rasch handeln, sobald du einen Befall entdeckst. Nach diesen Tierchen solltest du dabei Ausschau halten:
1. Apfel-Gespinstmotte

Wenn sich ein weißes Netz über deinen Apfelbaum legt, ist das ein Anzeichen dafür, dass sich die Apfel-Gespinstmotte dort eingenistet hat. Im Sommer legen die Falter ihre Eier an der Rinde des Apfelbaumes ab, im Frühjahr fangen die geschlüpften Larven dann an, sich durch die Blätter zu futtern.
Zu diesem Zeitpunkt beginnen sie dann auch die charakteristischen Gespinste zu bilden, in welchen die Insekten gesellig zusammenwohnen. Im Juni verpuppen sich die Raupen in festen Kokons und schlüpfen dann wieder als erwachsene Falter.
So wirst du sie wieder los:
Die gute Nachricht ist, dass ein Befall normalerweise nicht tödlich endet. Der Ernteertrag wird zwar stark beeinflusst, doch in der kommenden Saison kann der Baum wieder austreiben. Prinzipiell ist ein Befall mit der Apfel-Gespinstmotte also nur ein ästhetisches Problem: Kahlgefressene Äste und gruselige Netze, die sich wie ein Schleier um den Baum legen, sind eher unschön.
Wenn du die Motten loswerden willst, kannst du die Netze mit einem harten Wasserstrahl herunterspritzen. Lege davor am besten ein Tuch unter den Baum, um heruntergefallenen Larven schnell einfangen zu können. Damit übrig gebliebene Schädlinge den Baum nicht einfach wieder hinaufklettern, solltest du einen Leimring am Stamm anbringen.
2. Apfelwickler

Zwischen Mai und September legen Apfelwickler ihre Eier auf unseren heimischen Obstbäumen ab. Die Larven ernähren sich von dem Fruchtfleisch der Äpfel und knabbern sich dabei zum Teil bis ins Kerngehäuse durch. Dabei hinterlassen sie nicht nur unschöne Löcher, sondern auch Kot. Die Früchte sind nach einem Befall oftmals komplett ungenießbar.
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So wirst du sie wieder los:
Wenn du die Schädlinge auf natürlichem Wege loswerden willst, solltest du den Baum schon frühzeitig auf Larven untersuchen. Schüttel die Äste kräftig und bürste die Insekten mit einer harten Bürste herunter. Auch hier empfiehlt es sich, den Boden zuvor mit einem Tuch abzudecken, damit die heruntergefallenen Larven direkt entsorgt werden können.
Auch ein Fanggürtel hat sich als effektive Maßnahme bewährt: Wickle einen Streifen alte Wellpappe um den Stamm deines Apfelbaumes. Dieser sollte mindestens 20 Zentimeter breit sein und einen halben Meter über dem Boden befestigt werden. Die Larven verpuppen sich unter dem dunklen Fanggürtel und können regelmäßig heruntergelesen werden.
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3. Apfelblütenstecher

Der etwa vier Millimeter große Käfer nistet sich in den Rindenspalten des Apfelbaumes ein und frisst sich nach dem Winter durch die Blattknospen. Ein paar Wochen später legen die Weibchen bis zu hundert Eier in die Blütenknospen, über welche sich dann die geschlüpften Larven hermachen. Ein Befall mit dem Apfelblütenstecher fällt meist erst dann auf, wenn sich die Blüten nicht öffnen wollen – also dann, wenn es bereits zu spät ist!
So wirst du sie wieder los:
Statt auf Bekämpfung sollte also auf Vorsorge gesetzt werden: Mache dir heimische Singvögel zunutze und locke sie in deinen Garten. Meisen, Spatzen, Drosseln und Co sind die natürlichen Feinde der lästigen Käfer. Nistkästen sind eine tolle Möglichkeit, um heimischen Vögel in deinen Garten zu locken und dir zu helfen.
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4. Grüne Apfelblattlaus

Einen Blattlaus-Befall erkennt man an deformierten Blättern und jungen Knospen. Die Krabbler fallen in Horden über die Obstbäume her und scheiden dabei einen zuckerhaltigen Saft aus, auf dem sich Rußtaupilze ansiedeln. Durch diese bilden sich dunkle Beläge, welche die natürliche Photosynthese behindern.
So wirst du sie wieder los:
Einem Befall lässt sich vorbeugen, indem man nicht übermäßig düngt: Ein Überschuss an Nährstoffen erhöht das Risiko einer Blattlaus-Ansiedlung. Kontrolliere deinen Baum außerdem regelmäßig und entferne betroffene Zweige unverzüglich.
Zur gezielten Bekämpfung von Blattläusen kannst du auf ihre natürlichen Fressfeinde setzen. Marienkäfer oder Ohrenkneifer sind Nützlinge, die das Blattlaus-Problem für dich aus dem Weg räumen.
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5. Frostspanner

Der Frostspanner legt seine Eier im Herbst an der Rinde des Apfelbaumes ab. Die Larven des Falters machen sich im Frühjahr dann über Blätter und Blüten her. Resultierend daraus trocknen die Pflanzenteile aus und sterben ab. Das sieht zwar unschön aus, doch der Baum erholt sich von dem Blattverlust normalerweise wieder.
So wirst du sie wieder los:
Wie auch bei der Apfel-Gespinstmotte kann ein Leimring einem Befall vorbeugen. Alternativ kannst du auch speziellen Raupenleim auf den Stamm des Baumes auftragen. Wenn die Frostspanner-Weibchen gar nicht erst den Stamm hochkriechen können, gelingt es ihnen auch nicht, ihre Eier dort abzulegen.
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