Italienischer Osterklassiker: So gelingt die perfekte Torta Pasqualina

Spinat schmeckt nach Frühling, Eier gehören zu Ostern – die Spinatpastete mit Ei ist wie geschaffen für diese Zeit. Obendrein ist die Torta Pasqualina, wie das Gericht auch genannt wird, ein absolutes MUSS zum italienischen Osterfest.
Zutaten für 12 Stück:
- Für den Teig:
- 500 g Mehl
- 1/2 TL Salz
- 2 EL Olivenöl
- Mehl, zum Arbeiten
- Pflanzenöl, zum Bestreichen
- Für die Füllung:
- 1 kg Blattspinat
- Salz
- Pfeffer, aus der Mühle
- 2 TL gehackte Majoranblättchen
- 1 altbackenes Brötchen
- 100 ml Milch
- 3 Eier
- 80 g frisch geriebener Parmesan
- 100 g Ricotta
- 50 g Butter
- 6 hartgekochte Eier
Zubereitungszeit:
Und so wird’s gemacht:
Für den Teig das Mehl mit Salz auf eine Arbeitsfläche geben, 2 EL Öl untermischen und mit so viel Wasser (ca. 250 ml) verkneten, dass ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht. Ca. 10 Minuten kräftig durchkneten. Dann den Teig in 12 gleichgroße Stücke teilen, zu kleinen Kugeln formen und auf ein mit Mehl bestäubtes Tuch legen. Mit einem leicht angefeuchteten Tuch abdecken und ca. 1 Stunde ruhen lassen.
Für die Füllung Spinat putzen, verlesen und waschen. Tropfnass in einen Topf geben und zusammenfallen lassen, salzen und kurz aufkochen lassen, dann abtropfen und abkühlen lassen. Spinat auspressen, fein hacken und mit Salz, Pfeffer und Majoran würzen.
Das Brötchen entrinden, klein schneiden und in der Milch einweichen. 2 Eier verquirlen und 2-3 EL Parmesan einrühren. Das leicht ausgedrückte Brötchen, Ricotta und Spinat unterheben. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Eine Teigkugel auf bemehlter Fläche so dünn wie möglich ausrollen, danach mit den Händen vorsichtig in alle Richtungen noch dünner ausziehen (wie bei einem Strudelteig).
Die Tarteform ölen, die Teigplatte so hineinlegen, dass sie den Rand der Backform ca. 1 cm überlappt. Leicht mit Öl einstreichen. 5 weitere Teigportionen ebenso verarbeiten und nacheinander in die Form legen. Jede Schicht, außer der letzten, mit Öl bestreichen.
Die vorbereitete Füllung auf dem Teig verteilen, glatt streichen und mit etwas Öl beträufeln. Mit einem Löffelrücken in gleichmäßigen Abständen sechs Vertiefungen in die Füllung drücken. Jeweils 1 Flöckchen Butter hineingeben. Die Eier pellen und in die Vertiefungen setzen. Die Eier salzen, pfeffern und mit restlichem Parmesan bestreuen.
Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Die übrigen Teigportionen ausrollen, dünn ausziehen und ebenfalls nacheinander in die Form legen, dabei jeweils wieder dünn mit Öl bestreichen, am Rand mit Butterstückchen belegen. Die überlappenden Teigränder nach innen aufrollen und andrücken.
Die Teigoberfläche mit Öl einstreichen. Vorsichtig einige Löcher einstechen, damit der Dampf entweichen kann. In den vorgeheizten Backofen schieben und ca. 75 Minuten goldbraun backen. Lauwarm oder abgekühlt servieren.
Die Torta Pasqualina ist ein klassischer, italienischer Kuchen fürs Osterfest – und obendrein ein herrlicher Beweis dafür, dass Kuchen nicht immer süß daherkommen muss. Selbst der Name des Gebäcks ist direkt mit dem Fest verbunden, denn "Pasqua" ist italienisch und heißt übersetzt ganz schlicht "Ostern".
Das Besondere am Rezept sind die ganzen Eier, die in die Gemüsefüllung gesetzt werden – und zwar roh. Sie stocken dann erst im Ofen und erzeugen beim Anschneiden diese ganz Besondere Optik. Ganze Eier symbolisieren zu Ostern übrigens Leben und Auferstehung – und das ist es ja eben, was zu Ostern gefeiert wird.
Übrigens: Statt des Spinats kannst du auch Mangold für die Füllung verwenden. Einfach die angegebene Menge Spinat durch Mangold ersetzen – sofern du ihn im Markt ergattern kannst.
Du hast jetzt richtig Lust, auch andere internationale Oster-Rezepte auszuprobieren? Wir haben hier ein paar Ideen für dich:
- Aus Polen: Ostersuppe "Zurek"
- Aus Griechenland: Koulourakia – köstliches Gebäck!
- Aus Schottland: Frittierte Eier, alias Scotch Eggs
Und darf es auch noch der passende Kuchen zum Oster-Menü sein? In der Galerie stellen wir dir viele tolle Rezepte vor: