Was, wenn sie doch stimmen?

3 gute Gründe, dein Horoskop zu kennen

Farbintensive, abstrakte Illustration eines Frauenprofils vor einem kosmisch inspirierten Hintergrund mit Sternen, Planeten, Monden und fließenden Formen in kräftigen Farben wie Orange, Violett, Türkis und Gold. Die Darstellung vereint weibliche Stärke mit astrologischer Symbolik in einem träumerisch-galaktischen Stil.
© Adobe Stock/ Mia Studio (KI generiert)
Wer es zulässt, kann sein Leben durch Horoskope bereichern lassen.

Astrologie war lange Zeit eine anerkannte Wissenschaft und fasziniert die Menschen bis heute. Wir verraten drei gute Gründe, warum du Horoskope lesen solltest.

Laut einer Statista-Studie aus dem Jahr 2017 gaben 41 Prozent der befragten Frauen an, dass sie manchmal an Astrologie und Horoskope glauben. Sollte es uns nun überraschen, dass eine andere Umfrage der Plattform zu dem Ergebnis kommt, dass 77 Prozent der Befragten zugaben, Horoskope zu lesen? Eigentlich nicht, denn wir kennen gute Gründe, warum man Horoskope lesen sollte.

Vielen Astro-Skeptiker*innen ist meist eines nicht klar: Horoskope erklären die Dinge nicht aus einer Kausalität heraus, sondern auf der Basis der Analogie. Es geht also nicht um ein Ursache-Wirkungs-Prinzip, sondern um eine Entsprechung. Nicht: Der Mond im vierten Haus hat die und die Wirkung auf uns und deshalb passiert dieses und jenes. Sondern: Wenn der Mond im vierten Haus steht, dann ist das und das zu beobachten. Ein Gleichnis wird hergestellt.

Dass die Sterne auf diese Weise gedeutet werden können, ist Jahrhunderte langer Beobachtung und Forschung zu verdanken.

1. Grund, Horoskope zu lesen: So viele kluge Köpfe können sich nicht geirrt haben

Die Wurzeln der westlichen Astrologie sind in der vorchristlichen Zeit in Babylonien bzw. Mesopotamien und Ägypten zu finden. Mithilfe der Bewegungen der Gestirne ließen sich die Jahres- und Erntezeiten, Flut und Ebbe, wiederkehrende Naturzyklen und wichtige Ereignisse voraussagen.

Noch bis zur Zeit der Aufklärung wurde Astronomie und Astrologie im Verbund als Wissenschaft an Universitäten gelehrt. Generationen von Astrologen – meist Gelehrte, die häufig auch Mathematiker, Physiker oder Philosophen waren – die Sternenkunde kontinuierlich weiterentwickelt. Sie beobachteten, dass sich Entsprechungen der Zyklen auch in der Gesellschaft, Politik und Kultur wiederfanden. Für sie war klar, dass sich das Leben im Einklang mit den Planetenbewegungen befand.

Astrolog*innen waren und sind deshalb bis heute Lebens-Berater*innen. Schon in der Vergangenheit haben Herrscher*innen auf ihr Wissen zurückgegriffen und sich sogar in Politikfragen beraten lassen. Friedrich III. war von 1452 bis 1493 römisch-deutscher Kaiser. Der Habsburger ließ sich gleich von mehreren Sterndeutern astrologische Prognosen erstellen, darunter Georg von Peuerbach, dessen verbesserte Planetentheorie ein Wegbereiter des kopernikanischen (heliozentrischen) Weltbildes wurde. Darin gilt die Sonne als Zentrum des Kosmos.

Im 17. Jahrhundert verfasste der Mathematiker und Astronom Johannes Kepler Horoskope für den Feldherren Albrecht von Wallenstein – dessen Name untrennbar mit dem Dreißigjährigen Krieg verknüpft ist.

Allein schon das geballte Wissen dieser klugen Köpfe ist ein Argument dafür, Horoskope zu lesen. Und: Auch heute benötigen Astrolog*innen Jahre, um sich das Wissen anzueignen, was für die Sterndeutung benötigt wird.

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2. Grund: Was, wenn Horoskope stimmen?

Die Geschichte der Astrologie bringt uns direkt zum zweiten Grund, Horoskope zu lesen. Denn die Forschungen der vielen klugen Köpfe werfen die Frage auf: Was ist dran an den Sterndeutungen?

Skeptiker*innen fällt es sicher schwer zu glauben, dass an Horoskopen auch nur irgendein Fünkchen Wahrheit dran sein könnte. Wer sich jedoch schon mal sein Geburtshoroskop von einem ausgebildeten Astrologen bzw. einer ausgebildeten Astrologin hat deuten lassen, ist verblüfft, wie viele intime Informationen über die eigene Person ein fremder Mensch nur auf der Basis von Geburtsort und Geburtszeit zutage fördert.

Zugegeben, es besteht ein himmelweiter Unterschied zwischen der Deutung der sogenannten Radix (Geburtshoroskop) und einem Tageshoroskop für das eigene Tierkreiszeichen in einer Zeitschrift. Aber: Die Sterne lassen sich sehr wohl auch täglich deuten, nur eben nicht individuell auf jeden Menschen abgestimmt. Das kann nur das Geburtshoroskop leisten. Doch auch wenn das Tageshoroskop nicht spezifisch ist, muss das ja nicht heißen, dass es falsch ist...

3. Grund: Der Entertaining-Faktor von Horoskopen

Manchmal ist es gar nicht wichtig, zu wissen, wie etwas funktioniert oder ob es der Wahrheit entspricht. Im Büro oder Home-Office eine kurze Denkpause einzulegen und das Tageshoroskop zu lesen, hat einfach einen hohen Unterhaltungswert und macht vielleicht sogar gute Laune.

Das kann man übrigens auch von vielen Fernseh-Angeboten behaupten, die nichts anderes wollen, als einfach nur zu unterhalten. Einen guten Science-Fiction- oder Action-Film lehnen wir ja auch nicht ab, nur weil er nicht auf wahren Begebenheiten beruht.

Genau wie ein guter Film, kann ein Horoskop nicht nur unterhalten, sondern auch inspirieren. Wer per Tageshoroskop zum Beispiel die Empfehlung bekommt, auf seine Gesundheit zu achten, der wird seinen Fokus genau darauf richten – und möglicherweise auf Gedanken kommen, die ihm/ihr ohne diesen Tipp nicht gekommen wären.

Im Zweifel sind Leser*innen von Tageshoroskopen gut damit beraten, sich auf das eigene Gefühl zu verlassen und sich die Frage zu beantworten: Könnten diese Zeilen etwas mit mir und meinem Leben zu tun haben? Wer darauf eine Antwort findet, den haben die Sterne bereits bereichert.

Quellen:
"Schlüsselworte zur Astrologie" von Hajo Banzhaf und Anna Haebler erschienen im Chiron Verlag
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